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GAP – JUNGE POLIZEI übergibt Innenminister 2500 Unterschriften

Katja Sorgen, die Vorsitzende der Nachwuchsorganisation der DPolG (JUNGE POLIZEI) und ihre Stellvertreter Noriko Nagy und Patrick Müller überreichten Innenminister Roger Lewentz am 20. Juni insgesamt 2500 Unterschriften von Polizeibeamtinnen- und Beamten zum Thema „Gesünderes Arbeiten innerhalb der Polizei (GAP)“.

Nach monatelangem Streit um neue Arbeitszeitmodelle im Schichtdienst der Polizei und der wissenschaftlichen Auswertung von Modellversuchen, sorgte ein Mitarbeiterbrief von Innenminister und Inspekteur zu den beabsichtigten Veränderungen bei den Arbeitszeitmodellen im Schichtdienst der Polizei in der Belegschaft für großes Unverständnis.

Deshalb hat die JUNGE POLIZEI der DPolG eine Unterschriftenaktion initiiert, um auch den Kolleginnen und Kollegen eine Stimme zu geben, die sich durch das Ergebnis nicht vertreten fühlen. Erreicht werden soll unter anderem eine Erhöhung der personellen Ausstattung der Dienststellen und der Bereitschaftspolizei sowie die weitere Ermöglichung von Diensten mit einer Länge von bis zu 12 Stunden an Sonntagen. Weiterhin sollte die Dauer der Nachtdienste nicht auf 8 Stunden begrenzt und die Wochenarbeitszeit insgesamt reduziert werden.

Die Landesvorsitzende der JUNGEN POLIZEI, Katja Sorgen, erklärte dazu: „Wir unterstützen ausdrücklich das Ziel, dass Polizistinnen und Polizisten im Wechselschichtdienst gesünder arbeiten sollen, allerdings sollte man dann auch den Empfehlungen der vorliegenden wissenschaftlichen Studien folgen und die Wochenarbeitszeit für die schichtdienstleistenden Kolleginnen und Kollegen deutlich reduzieren. Man darf sich nicht nur die Punkte heraussuchen, die nichts kosten. Außerdem muss bei den neuen Schichtdienstmodellen auch die soziale Teilhabe der Kolleginnen und Kollegen gewahrt bleiben. Es kann nicht angehen, dass sie sich in den Dienst der Gesellschaft stellen, immer öfters angegriffen und beleidigt werden und als Dank dann kaum noch Zeit mit ihren Familien und Freunden verbringen können. Um das Ziel zu erreichen, gesünder im Wechselschichtdienst der Polizei zu arbeiten, müssen sowohl die Bereitschaftspolizei als auch die Schichten auf den einzelnen Dienststellen personell besser ausgestattet werden. Nur so ist gewährleistet, dass die Bereitschaftspolizei die Mehrzahl der Großeinsätze ohne Unterstützung des Polizeieinzeldienstes leisten kann und die Kolleginnen und Kollegen des Schichtdienstes nicht permanent aus ihren freien Tagen geholt werden müssen, um personelle Engpässe auszugleichen.“

Innenminister Roger Lewentz, der von Abteilungsleiter Joachim Laux und dem Inspekteur der Polizei Jürgen Schmitt begleitet wurde, lobte das Engagement der jungen Polizeibeamtinnen und Beamten. Er erklärte, dass Teile der Forderungen der JUNGEN POLIZEI umgesetzt würden.

Flugblatt GAP