P1110129a

Über 1800 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes demonstrieren in Mainz

Forderung nach Einkommensplus von 6 % untermauert.

Über 1800 Tarif-Beschäftigte und Beamte folgten dem Aufruf des dbb und gingen am 15. Februar in Mainz auf die Straße und protestierten gegen die Blockadehaltung der öffentlichen Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder. Sie alle waren nach Mainz gekommen, um die Forderung des dbb nach ei-nem Einkommensplus von 6 Prozent und der Eins-zu-eins-Übertragung des Tarifergebnisses auf den Beamtenbereich lautstark zu untermauern.

Der stellvertretende Vorsitzende der dbb Bundestarifkommission und Bundesvorsitzende des VDStra., Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten, Siegfried Damm, schickte auf der Abschlusskundgebung auf dem Gutenbergplatz eine deutliche Botschaft an die Arbeitgeber: „Mit dem Mantra ´Wertschätzung ja, Geld nein´ werden die Länderchefs nicht durchkommen! Da-mit haben sie bisher deutliche Fortschritte in Potsdam verhindert, und provozieren die Kolleginnen und Kollegen, die in Mainz ihren Unmut deutlich unter Beweis gestellt haben.“

Mit Blick auf die Landesbeamten sagte die Vorsitzende des dbb rheinland-pfalz Lilli Lenz:
„Wir fordern ein angemessenes, faires Tarifergebnis, das zeit- und inhaltsgleich auf die Beamten in Land und Kommunen übertragen wird. Das ist eine selbstverständliche Bringschuld des Besol-dungsgesetzgebers.“ Sie verwies auf die parallel zur Einkommens- runde laufenden parlamentari-schen Haushaltsberatungen, bei denen es um den drohenden Abbau von 2 000 Stellen in der Landes-verwaltung bis 2020 geht: „Immer weniger Personal bei ständig zunehmenden Aufgaben und immer mehr Arbeit im öffentlichen Dienst: So geht es nicht! Die Statusgruppen des öffentlichen Dienstes fordern Wertschätzung, und die beginnt mit gerechter finan-zieller Teilhabe, denn faire Bezahlung ist kein Almo-sen!“ Das gelte besonders in Zeiten erschwerter Nachwuchsgewinnung. „Einen leistungsstarken bür-gerorientierten öffentlichen Dienst erhält man nicht durch Stellenabbau und Einkommensrückstand. Wer ausgepresst ist, gibt keinen Saft mehr!“

Kundgebung und Warnstreik am 15.02.17